Teil 4

Heute geht es um die 2-Schilling-Gedenkmünzen der Ersten Republik, die den großen Komponisten gewidmet sind. Die Schubert-Münze, die im 100. Todesjahr 1928 erschien, zeigt ein würdiges Antlitz im Profil, nach links blickend. Franz Schubert (geb. 1797) ist schon im Alter von 31 Jahren gestorben. Es ist fast unglaublich, wie viele Werke er in seiner kurzen Lebenszeit geschaffen hat. Schon mit 13 Jahren begann er zu komponieren, und er war auch davon besessen, als er 1808 zu den Hofsängerknaben kam. Man versuchte sogar, ihm das Komponieren zu verbieten. Eine Zeitlang mußte er widerwillig als Hilfslehrer an der Schule seines Vaters dienen. Er hat wunderbare Symphonien, Kammer-, Klavier- und Kirchenmusik geschaffen sowie fast 1000 Lieder. Sein Geburtshaus im 9. Wiener Bezirk ist heute ein Museum. Der Wert der Schubert-Münze wird in Katalogen mit ca. öS 100,– angegeben. 1978 ist übrigens eine silberne 50-Schilling-Schubert-Gedenkmünze und 1997 in der Serie „Wiener Musiklegenden“ auch eine 500-Schilling-Schubert-Goldmünze erschienen. 1931, im 140. Todesjahr, kam die Mozart-Münze heraus. Wolfgang Amadeus blickt nach rechts. Mozart (1756–1791) ist ebenfalls sehr jung gestorben. Über das Wunderkind „Wolferl“ wurde schon viel geschrieben. Vielleicht wißt Ihr auch aus den Filmen über das nicht sehr gute Verhältnis von Mozart und Salieri Bescheid, der übrigens ein Lehrer von Schubert war. Für viele ist Mozart das größte Musikgenie aller Zeiten. 626 Werke umfaßt das Köchelverzeichnis. Wenn Ihr nicht nur auf Heavy Metal oder ähnliches „abfahrt“, solltet Ihr Euch einmal die „Zauberflöte“ gönnen. Mozart-Gedenkstätten gibt es in Salzburg und Wien. Die 2-Schilling-Mozartmünze liegt im Preis laut Katalog bei öS 300,–. Die Münze Österreich brachte übrigens 1991, im 200. Todesjahr, eine vierteilige Mozart-Gedenkmünzenserie heraus: zwei Gold- und zwei Silbermünzen. Ein offensichtlich schon älterer Joseph Haydn (1732–1809) blickt auf seiner Gedenkmünze aus dem Jahr 1932 nach links. 200 Jahre vorher wurde er in Rohrau a. d. Leitha geboren. Er kam als Sängerknabe nach St. Stephan. Später mußte er sich mit Gelegenheitsarbeiten durchschlagen – sogar als Tanzbodengeiger. 1761 wurde er Zweiter, 1766 Erster Kapellmeister des Fürstenhauses Esterházy in Eisenstadt. Riesenerfolge feierte Haydn ab 1791 in London. Von ihm stammen 106 Sinfonien und 68 Streichquartette. Kennt Ihr vielleicht das Oratorium „Die Jahreszeiten“? Sein „Gott erhalte Franz den Kaiser“ war lange Zeit – mit verschiedenen Textbearbeitungen – die österreichische Hymne und ist die Melodie des „Deutschlandliedes“. Das Geburtshaus in Eisenstadt ist heute ein Haydn-Museum. Eine weitere Gedenkstätte gibt es in seinem Sterbehaus im 6. Wiener Bezirk. Das Haydn-2-Schilling-Stück hat allerdings mit ca. öS 1.400,– einen stolzen Preis. Wesentlich billiger kommt der Zwanziger aus dem Jahre 1982, der Haydn gewidmet ist. Das nächste Mal beschäftigen wir uns mit Personen der Politik und Geschichte auf den

      

100. Todestag von Franz Schubrt                                                         200. Geburtstag von Joseph Haydn

140. Todestag von Wolfgang A. Mozart

   
Seit 16. Juni gibt es den Kursmünzensatz 2010 HGH und die neue 5-Euo-Silbermünze
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