Teil 13

Nach einer redaktionell bedingten größeren Pause nehmen wir diese Serie wieder auf, die sich diesmal mit kulturhistorisch wichtigen Baudenkmälern beschäftigt, und zwar zunächst mit Sakralbauten, die den Anlass für Münzmotive gaben. 1957 feierte man mit einer 25-Schilling-Münze das Jubiläum „MARIAZELL 1157–1957“ und stellte dabei natürlich die berühmte Basilika heraus. 1974 hieß es „1200 JAHRE DOM ZU SALZBURG“. Dazu halten auf einer 50-Schilling-Prägung der heilige Rupert und der heilige Virgil, nach denen der Dom benannt ist, das weltberühmte Gebäude in seiner unverkennbaren Gestalt in Händen. 1977 war der Anlass zu einem silbernen Hunderter „1200 Jahre Stift Kremsmünster“. Diesmal wurde nicht das Stift selbst als Motiv gewählt, sondern einer der wichtigsten Kunstschätze des Hauses: der wunderschöne vergoldete Tassilokelch, der aus der Zeit zwischen 764 und 769 stammt und nach Tassilo III. benannt ist. Dieser Bayernherzog gründete 777 das Kloster Kremsmünster. Das sakrale Gefäß ist der wichtigste Abendmahlskelch des frühen Mittelalters im Raum von Österreich und Bayern. Mariazell, der größte und bedeutendste Wallfahrtsort Österreichs, wurde nach einer Legende 1157 von Mönchen aus St. Lamprecht gegründet. 1266 findet der Ort zum ersten Mal schriftlich Erwähnung. Bei der Wallfahrtskirche handelt es sich um eine ursprünglich romanische Anlage aus der Zeit um 1200, die 1380/96 zur gotischen Hallenkirche umgebaut wurde. 1644/83 kam es zum barocken Umbau. Damals entstanden die für die Kirche typischen Seitentürme. Mittelpunkt für die Wallfahrer ist die Gnadenkapelle von 1653 im Zentrum der Kirche. Der Dombau in Salzburg geht auf Bischof Virgil (767–74) zurück. Erzbischof Konrad I. (1106–47) baute zwei mächtige Westtürme. 1167 wurde der Dom von Anhängern Kaiser Friedrich Barbarossas verwüstet. Der wieder aufgebaute Dom fiel 1598 einem Brand zum Opfer. Zwischen 1614 und 1628 kam es zur Wiedererrichtung, die zu einem vorbildlichen barocken Kirchenbau führte.
Allerdings wurden erst 1652–55 die Türme ausgebaut und die Fassade vollendet. 1944 erlitt der Dom durch Bomben schwere Schäden.1959 hatte man ihn wieder in all seiner Pracht hergestellt. Der Dom ist von schlichten Gebäuden umgeben, wodurch die Domfassade umso besser hervortritt. Den Domplatz kennt die ganze Welt, weil hier jedes Jahr zu den Salzburger Festspielen der „Jedermann“ aufgeführt wird.
Kremsmünster, eines der ältesten und bedeutendsten Klöster, wurde der Sage nach von Herzog Tassilo dort erbaut, wo ein Eber den Sohn des Herzogs bei der Jagd tötete. Durch Jahrhunderte ist dieses Stift gewachsen. Die Klosteranlage des 17. Jahrhunderts wurde nach 1729 in ein barockes Stift umgebaut. Die mächtige Anlage, die fast 24.000 Quadratmeter umschließt, liegt 50 Meter über dem Kremstal. Die meisten Bauten, die wir heute kennen, stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Das Stift hat eine reiche Kunst- und Waffensammlung. Über 100.000 Bücher und zahlreiche wichtige Handschriften befinden sich in der Bibliothek.

          

25-Schilling-Silbermünze "Mariazell 1157-1957"                      100-Schilling-Silbermünze "1200 Jahre Stift Kremsmünster"

50-Schilling-Silbermünze "1200 Jahre Dom zu Salburg"

   
Seit 16. Juni gibt es den Kursmünzensatz 2010 HGH und die neue 5-Euo-Silbermünze
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