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Heute wollen wir euch erst einmal darauf aufmerksam machen, dass man die österreichischen 20-Schilling-Münzen nicht übersehen sollte, wenn man sich als Sammler für kulturell wertvolle und interessante Bauwerke interessiert. Damit bieten sich leicht erschwingliche Stücke mit hübschen Motiven an.
Historische Bauten auf 20-Schilling-Münzen
Auf den 20er mit Burg Hochosterwitz aus dem Jahr 1983 wurde schon hingewiesen, als heuer die Silbergedenkmünze mit der Burg vorgestellt wurde. Auch das 20-Schilling-Stück aus dem darauffolgenden Jahr zeigt ein historisches Bauwerk: Schloss Grafenegg in Niederösterreich. Es ist ein Renaissance-Wasserschloss aus dem 16. Jahrhundert. Allerdings wurde es 1840–73 vom Wiener Dombaumeister Leopold Ernst umgebaut. Und der historistische Stil, in welchem das erfolgte, ist nicht jedermanns Sache. 1990 ist auf dem 20er der Martinsturm in Bregenz zu sehen. Der Turm steht auf romanischem Fundament und wurde wahrscheinlich im 14. Jahrhundert gebaut. Die Kuppel in jetziger Gestalt entstand 1701.
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1994 hat die Münze Österreich eine 20-Schilling-Prägung sozusagen in eigener Sache herausgegeben. Die Wiener Münze war damals 800 Jahre alt und zeigte aus diesem Grund ihr traditionsreiches Gebäude Am Heumarkt in Wien. Die Erbauung wurde 1834 von Kaiser Franz I. befohlen. Im Münzhaus sind bis auf den heutigen Tag Fabrikationsstätten untergebracht. Wenn ihr einmal am Stadtpark vorbeikommt, werft einen Blick auf das imponierende Gebäude gegenüber in der Hauszeile. 1995 hieß das 20er-Motto „1000 Jahre Krems“. Zu sehen sind Pulverturm, Piaristenkirche und Steiner Tor. Die gotische Piaristenkirche wurde in Abschnitten von 1475 bis 1515 gebaut. Der Pulverturm stammt aus dem Jahr 1744. Das Steiner Tor entstand schon 1480. Der barocke Aufbau kam 1754 dazu. Das Steiner Tor mit den gotischen Rundtürmen ist eines der vier Stadttore und das Wahrzeichen von Krems – für viele die schönste Stadt Niederösterreichs. Die 20-Schilling-Münze 1997 war dem Jubiläum „850 Jahre Dom zu St. Stephan“ gewidmet. Der Wiener Stephansdom wurde in der Zeitschrift Die Münze natürlich schon mehrfach behandelt, unter anderem in
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der Titelgeschichte „Dem Steinmetz über die Schulter geschaut“ im September/Oktober-Heft 4/1997. So weit die Bauwerke auf unseren 20ern.
Der 25er mit dem Belvedere
Den Eingang zum Belvedere mit Blick auf das Schloss können wir auf einer 25-Schilling-Silbermünze aus dem Jahr 1968 entdecken. Der offizielle Anlass war die „300. Wiederkehr der Geburt des Bau-meisters Lukas von Hildebrandt“. Der barocke Prachtbau entstand bekanntlich als Sommerschloss von Prinz Eugen. Es besteht aus dem Oberen und dem Unteren Belvedere, das 1714 bis 1716 gebaut wurde. Erst 1720 bis 1723 entstand der obere Schlossbereich. Dieser Repräsentationsteil diente vor allem glanzvollen Empfängen und Festen. Die Dachgestaltung des Oberen Belvederes erinnert an die Form von türkischen Zelten und damit an die Kämpfe Prinz Eugens gegen die Türken. Der Architekt Hildebrandt sparte nicht mit prunkvoller Ausstattung und hat mit diesem einzigartigen historischen Bau sein Hauptwerk geschaffen. Das Belvedere zählt zu den bedeutendsten Barockbauten des 18. Jahrhunderts.
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