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n dieser Folge beginnen wir mit wichtigen Bauwerken, die die Vorlage für Münzmotive bilden. Gleichzeitig schließen wir an den letzten Teil an, in dem es um bedeutende Politiker ging. Deshalb haben wir diesmal Münzen mit Darstellungen von Gebäuden ausgewählt, die für Politik und Wirtschaft einen hohen Stellenwert haben. Es kommt bei diesen Gebäuden also weniger darauf an, welche Bedeutung sie in der Baukunst haben.
Hochburgen österreichischer Politik
Schon die silberne 1-Schilling-Münze aus dem Jahr 1924 zeigt das Parlament. 1983 brachte das Hauptmünzamt die 500-Schilling-Silbergedenkmünze „100 Jahre Parlamentsgebäude“ heraus. Bereits 1968 war das 50-Schilling-Stück „50 Jahre Republik“ erschienen – mit einem Ausschnitt der Parlamentsansicht. Diese 50-Schilling-Münze gibt es in der Sonderausführung „Polierte Platte“ in zwei Variationen aus dem selben Jahr: In dem einen – regulären – Fall sind die Flächen in Hochglanz: Das Parlament ist gewissermaßen beleuchtet. Auf Grund der geringen Auflage hat diese zweite Variation einen viel höheren Sammelwert als die erste. Wie ihr alle wisst, tagen im Parlament unsere Abgeordneten zum Nationalrat und zum Bundesrat. Der Bau war von 1883 bis 1918 das Reichratsgebäude.
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1918 wurde auf der Rampe des Parlaments die Republik ausgerufen. Erbaut wurde das Gebäude von 1873 (Grundsteinlegung 1874) bis 1883 nach den Plänen des Dänen Theophil von Hansen. Diese Art des Baustils nennt man „historistisch“, weil man damit alte Baustile zum Vorbild nimmt. Nach 1945 wurde das schwer beschädigte Parlament wieder aufgebaut. Nicht weit entfernt, ebenfalls am Ring, steht das Wiener Rathaus, der Sitz des Bürgermeisters und des Wiener Gemeinderats. 1983 feierte das Hauptmünzamt mit einer silbernen 500-Schilling-Münze das Jubiläum „100 Jahre Wiener Rathaus“. 1872/73 bis 1883 hatte es Friedrich von Schmidt erbaut. Auf dem 98 Meter hohen Turm vor der Fassade steht der Rathausmann als Wiener Wahrzeichen. Da das späte Mittelalter die Blütezeit aufstrebender Städte war, hielt man sich an den gotischen Stil. Der Baumeister sagte allerdings: „Wenn an mich die Frage gerichtet wird, in welchem Stil das Rathaus gebaut sei, ob gotisch? – Ich muss offen bekennen, dass ich es nicht weiß.“
Zentren internationaler Verbindung
Von 1973 bis 1979 wurde nach den Plänen von Johann Staber die Wiener UNO-City errichtet. Der Komplex war für 4600
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Mitarbeiter vorgesehen. Damit wurde Wien – nach New York und Genf – zum dritten UNO-Sitz. Die 100-Schilling-Silbermünze, die 1979 zur Eröffnung unter der Bezeichnung „Internationales Zentrum Wien“ erschien, zeigt sehr schön – quasi in einer „Luftaufnahme“ – die typisch „y“-förmigen Gebäude. Der wichtigsten finanzpolitischen Zentrale des Landes ist die 1966 erschienene 50-Schilling-Münze „150 Jahre Oesterreichische Nationalbank“ gewidmet. (Das Wort „Oesterreichische“ wird übrigens bis heute mit „Oe“ geschrieben.) Die Münze zeigt das Gebäude der Nationalbank am Otto-Wagner-Platz. Das war allerdings vor 150 Jahren noch nicht der Sitz der obersten Währungshüter. Von 1819 an hatte man das Quartier in der Herrengasse. 1856 bis 1860 baute Heinrich von Ferstel das großzügige Bank- und Börsengebäude auf der Freyung (heute Palais Ferstel). Von 1918 bis 1925 entstand der Bau am Otto-Wagner-Platz. Das erste Projekt von Leopold Bauer für die Oesterreichisch-ungarische Bank (wie sie damals hieß) sah allerdings wesentlich größere Dimensionen vor als das endgültige Ergebnis im nüchternen Neoklassizismus.
Die Nationalbank sorgt für den Geldumlauf und den Zahlungsausgleich mit dem Ausland. Heute ist sie Mitglied der Europäischen Zentralbank und sozusagen „eine Stütze des Euro“. Eine Tochtergesellschaft der OeNB ist die Münze Österreich AG.
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